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Holle-Elke Harms: Glückliche Zeit in Schweden
ISBN 978-3-89979-144-0; 17,00 Euro
Wer je die Bücher von Clara Nordström oder Selma Lagerlöf gelesen hat, kennt bereits die großen Schwedischen Höfe der Vergangenheit mit der dort heimischen Noblesse und mit den großzügigen, glänzenden Festen, die dort gefeiert wurden. Als die Briefe schreibende Abiturientin auf so einem Hof in der Nähe von Vadstena als Kinder- und Hausmädchen aufgenommen wurde, da grüßte man anderswo schon nicht mehr mit „Danke für unsere letzte Begegnung“, da fragte man nicht mehr höflich: „möchte das Fräulein die Kinder zu Bett bringen?“ Es begann sich das lasche „Hej“ einzuschleichen. Man begann alle Menschen mit „du“ anzureden statt mit ihrem Vornamen und eine Hausmutter fühlte sich nicht mehr als Mutter ihrer Hilfskräfte, denn es gab keine Hilfen mehr. Gutsherr und Hausmutter bewirtschafteten selber die Felder mit großen Traktoren. Nicht so auf dem Husberga gård, der neuen Heimat des „tyska flickan“. Da gab es noch ein paar Tagelöhner aus der Gemeinde, die seit Generationen zu ihrem Gut gestanden haben, aber sie waren alt. Die neue Zeit griff auch dort um sich. Geblieben ist aber die immer warmherzige Fürsorglichkeit der Hauseltern. Es lebten noch all die alten Rezepte und Gepflogenheiten, geblieben ist die alte Achtung vor jedem Schicksal, vor jedem Menschen, der in den ehrwürdigen Hof hereingewirbelt kam, das Interesse an seinen Wegen und die stete Hilfsbereitschaft. Da klapperte auch noch der alte Webstuhl mit all den überkommenen Mustern, da lebten die Schwedischen Lieder und Tänze, da sammelten sich die Gutsherren zur Hasen- Enten- oder auch Elchjagd. Das alles erscheint in den Briefen wieder, die den fernen Eltern nach Hause geschickt wurden, um sie teilnehmen zu lassen an der Welt ihrer weitgereisten Tochter. Es wird auch von einer abenteuerlichen Reise mit dem Daumen auf der Landstraße berichtet nach Mårbacka in Värmland, dem Hof von Selma Lagerlöf, und von den Bemühungen, in Uppsala ein Studium zu beginnen. Auch das brachte wieder kleine Reisen und Erlebnisse mit sich. Und so gab es auch fremde Städte und Museen, die von der Landesgeschichte erzählten. Und alles sollte unvergessen in den Briefen erzählt werden, denn wer kam damals schon nach Schweden?
Holle-Elke Harms: Alte Sehnsucht Norwegen
ISBN 978-3-89979-072-6; 248 Seiten mit 8 farbigen Bildern, 2. Auflage!! 18,- Euro
Bis auf die wahrhaftig sensationelle Anreise, die auch im Jahre 1958 ungewöhnlich war, birgt dieses Buch wenig spektakuläre Abenteuer. Dafür ist es voll von liebevollen Beobachtungen der damals vom Deutschen Tourismus fast noch unentdeckten zauberhaften norwegischen Landschaft, voll ungewöhnlicher Erlebnisse, voll von beglückenden Begegnungen mit Menschen, jeder in seiner Art aufrecht und beispielhaft. Jede Begegnung führt einen neuen Freund herbei. Es gibt nicht einen einzigen Griesgram. Auerhahnbalz im Moor und Elstern, die Hühnereier ausbrüten. Ein norwegischer Bauernhof vor knapp fünfzig Jahren. Die neu eingebaute Wasser-Pumpe kann auch ihren Dienst aufkündigen. Dann muß das Wasser für den Waschtag in Milchkannen auf dem Fahrrad vom Nachbarn geholt werden. Zum Badetag wird die Zinkbadewanne vor das Haus gestellt, wo gleichzeitig der Durchgangsweg ist von einem Hof zum anderen. Arbeit und Freude sind eng verknüpft. Pflügen am schrägen Hang mit beißenden Pferden und Kirschenpflücken in erster Morgenfrühe, wannenweise Blaubeeren und Preiselbeeren ernten in den wilden Wäldern an der schwedischen Grenze. Helle Nächte und flammendes Nordlicht. Und für Abwechslung sorgt eine Schar von kleinen blonden Kindern mit nachtdunklen Augen. Den Reiz des Buches macht das Glück aus, das nur einen jungen Menschen so ungeschmälert ergreifen kann, der jugendfrische Stil der Briefe, die kaum verändert , von all den Erlebnissen berichten. Anschließend folgt die Beschreibung einer Skandinavienreise fast 30 Jahre später. Alle Schön heiten dieses kontrastreichen Landes kennenzulernen, der unstillbare Wunsch im Jahre 1958, wird 1985 nahezu Realität. Es geht zu Stabkirchen, Fjorden und wilden Wasserfällen, wir begegnen Rentieren, brennenden Himmeln und Farbenbogen. Auch das war eine Reise eigenen Stils.
Holle-Elke Harms: Begegnungen
und mancher noch ist auf dem Weg zu Dir... ISBN 978-3-89979-037-5; 2. Auflage !! 16,- Euro
Auf Reisen ist man seelisch offen und aufgeschlossen für den Anderen. Schmetterlingsleicht kann so ein Zusammentreffen sein, es kann sich aber auch einkratzen in unseren Lebenslauf. Hier sind Begegnungen erzählt in vieler Herren Länder. Der Duft des Landes mischt sich in den Duft der Begegnung. Hoch in den wilden mazedonischen Bergen ein orthodoxes Kloster, damals nur zu Fuß zu erreichen. Der Mönch, mit dem uns keine Sprache verbinden konnte, fand den Weg zu uns durch seine Beweglichkeit, sein tieferfühltes Interesse am anderen Menschen und seine reine Frömmigkeit. Das viertürmige, altersgraue Chateau au bord de la Gartempe. Le proprietaire empfing uns mit offenen Armen ungeachtet unseres schäbigen Campinghabits und seiner vielsprachigen geladenen Gäste. Oder das Ganovenmilieu in Neapel, in das wir leichtsinnig hineingefahren sind, da fehlte es auch nicht an dem klassischen neapolitanischen Briganten, der es auf die Tasche abgesehen hatte. Begegnungen können leuchten oder bedrängen. Aufregend und einmalig sind sie immer.
Holle-Elke Harms: Eine wunderbare Reise ins Morgenland
ISBN 978-3-931156-70-1; 3. Auflage!!! 170 Seiten br., 15,-- Euro
Die Autorin wurde geboren im Allgäu, wo sie mit Geschwistern aufwuchs. Die Eltern führten ein Kinderheim mit biologisch-dynamischer Landwirtschaft. Eine erfüllte Kindheit: Kühe gehütet, Kinder betreut, Geschichten erzählt und den groben Allgäuer Späßen standgehalten. Das war in den letzten Kriegszeiten und Nachkriegsjahren. Mit dem 12. Lebensjahr trat Schule in Gestalt eines Privatlehrers ins Leben. Auf ausgedehnten Bergwanderungen lernte sie Geologie und Geographie, die Alpenflora und Wetterkunde kennen, aber auch Mathematik und die Schönheit eines Gedichtes. Die Welt ist noch reicher geworden. Einige Jahre auf der ortsüblichen Oberrealschule ließen die Sonne untergehen. Die letzten Jahre auf der Waldorfschule Uhlandshöhe waren ein Geschenk. Biologisch-dynamisches Landwirtschaftspraktikum in Skandinavien und Medizinstudium. Heirat, Assistentzärztin bei Frau Dr. Hilma Walter in Ascona. Geburten von drei Kindern. Dann Wiedereinstieg in den ärztlichen Beruf. Mit Zeichnungen und Aquarellen nehmen ihre Reisetagebücher fünf oder sechs laufende Meter Bücherregalbreite ein. Vier Reisen davon führten in den Orient. Dies Büchlein beschränkt sich nur auf Erlebnisse zwischen Euphrat und Tigris hauptsächlich aus einer Exkursion, die bis nach Damaskus führte. Das war im Jahr 1984. Mit einem alten, asthmatischen VW-Bus fuhr sie mit ihrem Mann durch Bergmassive und Wüsten, suchte kunsthistorisch begeisternde Stätten auf: Burgen und Heiligtümer der Uratäer, Hethiter, der frühen Christenheit, des byzantinischen und des osmanischen Reiches. Persern, Parthern, Sassaniden, Diadochen und Römern, Armeniern, Kreuzrittern sowie islamischen Kulturen begegnete sie oftmals an ein und dem selben Ort, fast wie eine Schichttorte. Dazwischen aber lagen die Begebenheiten der Gegenwart: bettelnde Kinder, Einladung ins Beduinenzelt und Nächte unter dem Übermaß der Sterne.
Leserecho: Gerade habe ich Ihr Buch “Eine Reise ins Morgenland” fertig gelesen und bin mit meinen Gedanken noch völlig zwischen Euphrat und Tigris unterwegs. Ihre Reise haben sie so farben- und fazettenreich beschrieben, daß es mir ständig war, als sei ich selbst unterwegs in diesem Teil der Erde mit den geheimnisvollen und sagen um wobenen Kunstschätzen, die von Stationen der Menschheitsgeschichte Zeugnis ablegen, als würde ich selbst schwitzen und Durst leiden, von allzu aufdringlichen Kindern oder Männern belästigt werden, oder im Beduinenzelt übernachten. Sprich, ich fühle mich bereichert, wie nach einer erlebnisreichen Reise. Ein Genuß war auch Ihre malerische Sprache, mit der Sie wie ein Maler, geübt die wesentlichen Linien festhielten, so daß man im Nu ein klares, facettenreiches Bild vor Augen hatte, das seine besondere Leichtigkeit durch erfrischende Selbstironie und Witz bekam. Gerade sah ich im Internet, daß bereits die zweite Auflage des Buches rausgekommen ist, toll! Alles Gute Herzlichst Ihre Verena Barth
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